seiner Haut, der Kopf schwankte nach rückwärts
und zog den Körper in den Sessel.
Gian trank hastige Schlucke Tee und fuhr fort:
„Dann können wir einig werden, denn wir
bekennen uns zum gleichen. Jetzt sind wir viel⸗
leicht beide gut, weil wir uns zum Leben ver⸗
urteilt haben. Jetzt sind wir so ehrlich zu fragen:
warum? Jetzt sind wir so ehrlich zu antworten:
aus Feigheit.“
Er lachte und schlug die Fäuste auf den Tisch:
„Habe ich dann nicht recht zu sein, wie ich bin?“
Rugge entgegnete ernst:
„Habe ich dann nicht recht zu sein, wie ich ge⸗
worden bin?“
Brandt schrie:
„Ja, ja, ja! Das ist das Furchtbare und das
Schöne und das Lächerliche und das Lebendige:
wir haben alle recht!“
Er schwieg erschöpft, warf sich auf den Divan
und schloß die Augen. Er öffnete sie auch nicht,
als er weiter sprach:
„Ich schlage Euch vor: wir trennen uns. Ihr
erhaltet für Euer Versprechen...“
Er lachte ein wenig und hob die Hand:
„Nicht wahr, Rugge, kein Ehrenwort! Das
ist der kleine Zierdegen, wenn die Seele Gala
anlegt. Wir aber waschen grade ihr Hemd.“
Er lachte wieder und drehte das Gesicht noch
mehr zur Wand und begann aufs neue:
N
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