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Vorbemerkung.
Die Schrift, die hiermit der Oeffentlichkeit übergeben
wird, fand sich im Nachlaß von Friedrich Engels vor, von
seiner Hand auf vergilbtes Papier geschrieben. Daß sie ein
erster Entwurf für das Marx-Engelssche „Manifest der Kom
munisten" war, lehrte die Durchsicht auf den ersten Blick.
Weniger sicher war die Person ihres Verfassers. Sie konnte
von Engels allein herrühren, und dafür sprach der Umstand,
daß Engels mir, und wohl auch anderen, bei Gelegenheit
erzählt hatte, für das Kommunistische Manifest hätten er
und Marx zunächst jeder selbständig einen Entwurf aufgesetzt
und seien dann erst gemeinsam an dessen endgültige Ab
fassung gegangen. AIs er mir dies 1884 erzählte, schenkte mir
Engels ein Blatt aus dem Marxschen Vorentwurf, das ich
seinerzeit in einem Gedenkblatt des „Wahren Jakob" im
Faksimile veröffentlicht habe. Davon, daß sein Entwurf noch
existiere, schwieg er, und auch auf dem Manuskript findet sich
keine Anmerkung, die anzeigte, daß dies der von ihm ver
faßte Vorentwurf sei. Dagegen steht im Text bei den
Fragen 22 und 23 statt der Antworten jedesmal die Be
merkung „bleibt", was unzweideutig erkennen läßt, daß
hier eine Umarbeitung eines früher abgefaßten Entwurfs vor-
liegt, und der Annahme Raum gibt, daß an. dieser Umarbei
tung doch schon Marx beteiligt war, sie also als Kollektiv
arbeit zu betrachten sei. Im Vorwort zu einer schon, vor
Jahren geplanten, aber, im Hinblick auf den erst zu ver-
öffentlichenden Marx-Engelsschen Briefwechsel, vertagten Aus
gabe des Schriftchens ist denn auch auf die Wahrscheinlichkeit
dieser Annahme verwiesen worden.
Im Briefwechsel Marx-Engels finden wir nun eine
Stelle, welche die Frage der Verfasserschaft entscheidend löst.
Am 24. November 1847 schreibt Engels aus Paris an Marx
ziemlich am Schlüsse eines längeren Briefes:
„Dienstag abends. Ueberlege Dir doch das Glaubensbekennt
nis etwas. Ich glaube, wir tun am besten, wir lassen die Kate-
chismusform weg und titulieren dar Ding: Kommunistisches
Grundsätze des Kommunismus I