Full text: Wilhelm Gerhard's Gesänge der Serben

Und er ruft 'den Hund aus weißem Halse. 
War der Hund im Stall zurückgeblieben, 
Hört den Ruf des Herrn und kommt gelaufen, 
Bis im Feld das Roß er eingeholet, 
Springet au dem Schimmel in die Höhe, 
Daß das goldne Halsband laut erklirret. 
Lieb war dies dem Bau und macht ihn heiter. 
Weiter lenkt er seinen guten Schimmel, 
Rasch durchfliegend Felder und Gebirge. 
Als er in das Amselseld getreten, 
llnd die stolze Türkenmacht erblicket, 
Da ergreift ihn wohl ein wenig Bangen; 
Doch er ruft zum einzig wahren Gotte, 
Waget sich getrost in's Heer der Feinde. 
Hin und her durchreitet er die Eb'ne, 
Ziehet kreuz und quer nach allen Seiten, 
Suchet auf den mächt'gen Wlach-Alia; 
Aber nirgends weiß er ihn zu finden. 
Endlich kommt er zuin Sitnizaflusse, 
Und dort trifft er auf ein großes Wunder. 
An dem User des Sitnizaflusses 
War ein prächtig grünes Zelt errichtet, 
Das sich ans in breitem Raume dehnte; 
Auf dem Zelte war ein goldner Apfel, 
Welcher wie ein Strahl der Sonne blitzte; 
Vor dem Zelt gepflanzet eine Lanze,
	        
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