Full text: Das Mitteldarmepithel der Insektenlarven während der Häutung

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generationssyncytien“ kommt, in denen die Kerne zunächst noch 
wirr durcheinander liegen. Allmählich jedoch ordnen sie sich in 
einer Reihe an und bald folgt die Zerteilung jedes Syncytiums 
in eine Lage dichtgedrängter Zellen. 
Es eilt in der Höhe der Ausbildung der Epithelmutterzellen 
die vordere Darmhälfte immer der hinteren um ein weniges vor- 
aus, während in der letzteren Region des Darmes eine ungleich 
grössere Zahl derselben zur Entwickelung gelangt. 
Mit der Grössenzunahme der jugendlichen, sich zwischen 
die alten Zellen des Epithels einschiebenden Elemente verlieren 
deren Kerne ihre embryonalen Charaktere. Das anfänglich in Form 
mehr oder weniger grosser Körnchen im ganzen Kernraum un- 
regelmässig verteilte und nur spärlich vorhandene Chromatin 
erfährt bald eine Vermehrung und zerteilt sich gleichzeitig in 
viele sehr feine Partikelchen, die sich im Zentrum ansammeln, 
so dass zwischen dem zentral angeordneten Chromatin und der 
Kernmembran ein lichter ringförmiger Raum entsteht, in dem 
keine färbbare Substanz vorhanden ist. So gehen aus den un- 
gehöften die gehöften Kerne hervor, 
Doch nehmen an dieser Umwandlung nicht alle Kerne teil. 
Viele bewahren vielmehr ihre embryonalen Charaktere und bleiben 
von vornherein basal liegen. Sie dienen zur Ausbildung der 
neuen‘ Regenerationsinseln. Im weiteren Verlaufe der Häutung 
werden sie immer undeutlicher und weniger scharf begrenzt, bis 
sie schliesslich nur noch schwer erkannt werden können und an- 
scheinend nur noch vereinzelt im Mitteldarmepithel vorkommen, 
Inzwischen ist auch eine Differenzierung in der Lagerung 
der gehöften Kerne bemerkbar geworden, von denen einige 
ebenfalls basal liegen bleiben. Abgesehen von denen, die durch 
irgend welche Druckverhältnisse dazu gezwungen werden, dürfen 
wir in ihnen die Kerne jugendlicher Calycocyten sehen, wie die 
in manchen Fällen schon frühzeitige Bildung des Sekretes und 
einer Vacuole in dem zugehörigen Zellleib beweist. 
Ob nun die Regenerationsinseln von vorn herein dazu be- 
stimmt sind, entweder nur Calycocyten oder Sphärocyten zu 
liefern, oder ob zunächst aus ihnen indifferente Gebilde hervor- 
gehen, die sich auf irgend einen Anreiz hin in jene beiden Zell- 
arten differenzieren können, ist aus dem morphologischen Bau 
der Regenerationsinseln und ihrer jugendlichen Nachkommen 
nicht zu schliessen, da dieselben sich äusserlich von einander nicht 
unterscheiden oder doch wenigstens nicht in so charakteristischer 
Weise, dass es erlaubt wäre, sie etwa in zwei Arten einzuteilen.
	        
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