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Mitteldarm der Calliphora-Larve, ähnlich wie sie Deegener (19009,
1910) an anderen Objekten angestellt hat, würde höchst wahr-
scheinlich genauen Aufschluss über die Natur dieser Vorgänge
geben.
Oleichzeitig beobachtet man eine Vermehrung der von Perez
beschriebenen „globules de graisse“ innerhalb der Zelle. In einem
gewissen Stadium der Häutung kommt es dann zur Abstossung
solcher Fettkugelansammlungen derart, dass der ganze apicale
Teil der Zelle, der die Fettikügelchen enthält, abgeschnürt wird.
Es muss zunächst dahingestellt bleiben, ob dies ein Sekretions-
vorgang ist, die „globules de graisse“ somit als Sekrettröpfchen
angesehen werden dürften.
Kapitel IV. Coleoptera.
A. Melasoma vigintipunctata Scop.
Das einschichtige und homomorphe Mitteldarmepithel der
Larve von Melasoma vigintipunctata wird von mässig hohen,
etwa 2—4 mal so hohen als breiten Zylinderzellen gebildet, die
an ihrem dem Darmlumen zugekehrten Ende einen niedrigen
Stäbchensaum tragen, dessen basale Körnerreihe stellenweise
deutlich erkennbar wird. Die immer klar hervortretenden Fädchen
des Zellgerüstes halten die Richtung von der Basis zum apicalen
Ende der Zelle inne, verlaufen also der Hauptachse parallel und
weichen aus ihrer Richtung nur ab, um den Kern zu umfassen.
Unterhalb des Stäbchensaums verlieren sie sich in eine breite, an-
scheinend homogene Zone, die bei Anwendung stärkster Ver-
grösserung sich als aus feinen Körnchen zusammengesetzt erweist,
und innerhalb deren mitunter sogar die Zellgrenzen nicht erkenn-
bar sind. Auch basal sind die Elemente des Zellgerüstes stellen-
weise nicht von einander zu trennen, so dass hier die Zelle ein
homogenes Aussehen erhält. Apical vom Kern kommt es viel-
fach zur Ausbildung eines Netzwerkes, auch werden in unmittel-
barer Nachbarschaft desselben häufig einige blassgefärbte Vacuolen
beobachtet.
Die grossen Kerne liegen in der unteren Hälfte der Zelle,
jedoch der Mitte derselben genähert. Sie weisen ein deutliches
feinmaschiges Gerüst auf, in das eine grosse Anzahl ziemlich
grober Chromatinkörnchen eingelagert ist, die im allgemeinen im
Zentrum des Kernes zusammengedrängt sind, so dass an der
Kernmembran eine mässig breite Zone entsteht, in der Chromatin-