Full text: Das Mitteldarmepithel der Insektenlarven während der Häutung

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gehe ich auf seine Arbeit nicht näher ein und werde im Schluss 
nur noch einige: von ihm gezogene theoretische Folgerungen 
besprechen. 
Schlussbemerkungen. 
Wir stehen am Ende unserer Untersuchungen. Wir haben 
gesehen, dass, von Dermestes abgesehen, die im Mitteldarm 
während der jedesmaligen Häutung auftretenden Zellvermehrungs- 
und -wachstumsvorgänge eine regenerative Bedeutung nur in 
sehr geringem Masse besitzen, dass sie vor allen Dingen den 
Zweck haben, das nach der Häutung sich ergebende rasche 
Längen- und Dickenwachstum des Mitteldarmes zu ermöglichen. 
Während der Bildung der neuen Cuticula, solange die Larve 
noch in ihrer alten Haut steckt, ist eine Ausdehnung des Darm- 
kanals nur in beschränktem Grade und allein durch Faltung der 
Darmwände zu erzielen, wie sie bei einigen Formen (Lepidopteren- 
Larven) vielleicht auftreten mag. 
Tritt nun. im Häutungszustand eine starke Proliferation der 
Epithelmutterzellen ein, so bleiben sie, wenn sie ihre normale 
Höhe erreicht haben, in ihren sonstigen Dimensionen zurück 
(Deil. euph. und Hyp. evon.), so dass sie ebenso wie die alten 
Epithelzellen zum. Teil seitlich stark komprimiert erscheinen. 
Erst nachdem die Larve ihre alte Cuticula abgestreift hat, 
setzt ein starkes Wachstum des Darmes ein, das sich nun ohne 
umfangreiche neue Nachschiebung jugendlicher Zellen, einfach 
durch Ausdehnung der während der Häutung emporgewachsenen, 
bewerkstelligen kann, eine Ausdehnung, mit der zugleich die 
eigentliche Tätigkeit der jungen Darmzellen beginnt. 
Da, wo eine so umfangreiche Proliferation der Epithel- 
mutterzellen nicht zu beobachten .ist (Arge), nehmen die jungen 
Zellen rasch ihre definitive Gestalt an, und eine seitliche Kom- 
primierung der alten Darmzellen findet nicht statt. Cs 
Wir sahen, dass der bei-gewissen Insekten während ihres ganzen 
Larvenlebens stattfindenden kontinuierlichen Einschiebung jugend- 
licher Zellen von der Basis her bei anderen Larven ein Zusammen- 
drängen solcher genetischen Vorgänge in die Zeit der Häutung 
gegenüber steht. Es macht sich die Tendenz geltend, ein von 
den periodischen Häutungen zunächst unabhängiges Wachstum 
des Mitteldarmes völlig in die Zeit der Häutung zu verlegen, wo
	        
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