Bayreuther,
Aus einer 14 stündigen Bouillonkultur werden einige Tropfen in ein etwa zwölf ccm
fassendes auf seine Sterilität geprüftes Bouillonröhrchen verimpft. Das eingebrachte Material
wird, gründlich durch mehrmaliges Aufsaugen in eine sterile am Mundstück mit Wattestopfen
verschlossene Pipette verteilt, Dann wird mit einer kleineren ungefähr 3 ccm fassenden Pipette,
lie an einer Stelle zu einem möglichst engen Röhrchen ausgezogen ist, Kulturflüssigkeit bis
zu einer an der verengten Stelle angebrachten Marke aufgesaugt, und je eine Pipette in vor-
her mit Fliesspapierdeckel sterilisierte kleine Petrischalen von ungefähr 3 cm Durchmesser ent-
leert, so dass jede von ihnen genau die gleiche Menge infektiösen Materials enthält. Die
Schälchen werden dann auf einem besonderen Pappgestell so unter die Röntgenröhre gestellt,
dass ein auf dem Mittelpunkt ihres Bodens errichtetes Lot die Antikatkode trifft. Nach
Einwirkung der gewünschten Strahlendosis werden die Schalen durch einen Bleideckel
geschlossen.
XXYVYI Versuch,
9 Tropfen einer 24 stündigen Bouillonkultur des Staphylococcus pyogenes aureus werden
in sterile Bouillon verimpft und aus dieser, wie oben beschrieben, 3 kleine Petrischalen gefüllt. Die eine
oleibt unbestrahlt, die beiden anderen erhalten mit der Monopolröhre 1 und 2 E. D.
Nach der Bestrahlung werden 3 Kaninchen mit je 1 ccm der infizierten Bouillon intraperitoneal
yeimpft, es wird täglich die Temperatur der Tiere gemessen.
Gew. | E.D.
875 g 1
$60 g |
345 g |
1112|38314|516]|7|8191 10 [1112 [18114 |15|16 | 17118
Kamm a0 morgens
[0 ermabd air ana abends
139,3/38,4[38,6!188,2 ee 38,7| 38,6
38, 9.7108. 38.Ga8,lan,raRG/74
tot
4. 1
*) Kontrolltier.
An der Tabelle fällt auf, dass die Temperatur bei dem mit unbestrahlter Kultur geimpften Kanın-
chen höher ansteigt und länger auf dieser Höhe verharrt als bei den anderen, und dass das mit der
50 Minuten (2 E. D.) exponierten Kultur infizierte Tier den geringsten und am schnellsten wieder zur
Norm zurückkehrenden Temperaturanstieg zeigt. Auch hat es die beiden anderen um 8 Tage
überlebt.
Inwieweit der schliessliche Tod der Tiere auf die Staphylokokken zu beziehen ist, hat sich aller-
dings durch die Sektion nicht feststellen lassen. Die einzigen, auf die Infektion hindeutenden Zeichen
sind kleine vertrocknete Abszesse in den Nieren und eine Verdickung des Peritoneums an der KEinstich-
stelle, Der Staphylococcus pyogenes aureus hat sich aber weder aus dem Herzblut, noch aus den Nieren-
abszessen wieder züchten lassen.
XXYIL Versuch,
Aus einem Bouillonröhrchen, das mit 12 Tropfen einer 24 stündigen Serumbouillonkultur des
Streptococcus pyogenes infiziert ist, werden gleiche Mengen in 4 Schälchen gefüllt, von denen drei
1, 2 und 3 E. D. mit der Monopolröhre erhalten. Aus jedem der Schälchen wird wieder nach der Exposition
je ein Kaninchen intraperitoneal geimpft mit dem aus der Tabelle ersichtlichen Resultat
Gew. | E. D.
880 £
870 g
8365 g ;
840 g 5
*) Kontrolltier.
19 13 14151! 6
7
£
ar
. Var
Ir ar 136117
3°,4139,2/89,6 39 |88,9| tot
39.2/38/6 38,739,1 39,1/39,2/ tot | |
391366387 38/6 38,5/88,7 586jse,538,7as, Glass Sles,olas,zlasslas.dlss6
1400.39 7.39.6395 39. 8/38 2| tot
Auch diese Tabelle zeigt das gleiche typische Bild wie die vorige. Nur das mit 90 Minuten
3 E. D.) bestrahlter Kultur geimpfte Tier scheint viel schwerer geschädigt, als die drei anderen. Es
erliegt auch bereits nach 6 Tagen. Doch lässt sich auch bei ihm ausser der Trübung der grossen Paren-
chyme nichts auf die Todesursache Bezügliches ermitteln. Auch ein mit dem Herzblut infiziertes Serum-
bouillonröhrchen bleibt steril.