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alle 400 Quadrate. Danach betrug dann die Anzahl der ‘roten
Blutkörper in 1 cmm:
X
100 * 4000 * 200 oder
x. 8000.
00 stellt die Zahl der Blutkörper in einem Quadrat dar. Da ja
nun der Inhalt des Raumes über einem Quadrat — cmm be-
trägt und die Verdünnung des Blutes stets 200 war, so mußte ich
den Wert 76 stets mit 4000.200 multiplizieren, um die Anzahl
der Erythrozyten in 1 cmm zu erhalten. Danach betrug die Zahl
ler Leukozyten
X
306 4000-10 zZ x. 100.
Hier wandte ich ja nur eine Verdünnung von 1:10 an. Die Blut-
ausstriche färbte ich nach Giemsa. Bei dem Durchmustern der
Präparate unterschied ich zwischen
polymorphkernigen Leukozyten.
Lymphozyten und
eosinophilen Leukozyten.
Das zu untersuchende Blut entnahm ich zuerst nach Gasse aus
einem Hautschnitt an der Innenseite des Ohres der Hunde, später
benutzte ich dazu die Maulschleimhaut, weil man hier aus einem
kleineren Schnitt schneller und mehr Blut bekommt. Die betreffende
Stelle reinigte ich zuvor mit einem mit Äther angefeuchteten Tupfer.
Ich habe für meine Versuche nicht die Nukleinsäure selbst,
sondern ihr Natronsalz verwandt, weil man bei Verwendung dieses
Salzes bei der Herstellung von Injektionsflüssigkeit das sonst not-
wendige Neutralisieren mit Natriumkarbonat erspart. Die Fabrik
Boehringer & Söhne, Mannheim-Waldhof, war so liebenswürdig,
mir eine hinreichende Menge Natrium nucleinicum „Boehringer“
für meine Versuche kostenfrei zu überlassen. Nach Angabe der
Fabrik wird das Salz folgendermaßen hergestellt:
Gewaschene und entfettete, frische Bierhefe wird mit Alkali
behandelt, wodurch das darin enthaltene Nukleoproteid in Eiweiß-
Körper und Nukleinsäure gespalten wird. Das Eiweiß wird aus-
zefällt, aus der filtrierten Lösung die Nukleinsäure durch Salzsäure
abgeschieden und durch wiederholtes Lösen und Fällen gereinigt.
Das so gewonnene nukleinsaure Natron stellt ein amorphes, weißes