Full text: Untersuchungen über das Verhalten der weißen Blutkörperchen gesunder und kranker Hunde gegenüber der subkutanen Anwendung von Nukleinsäure und über den therapeutischen Wert derselben

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Bei kranken Hunden fand sich. meistens eine Änderung in der 
Zusammensetzung .des Blutes, und zwar betraf diese hauptsächlich 
die Leukozyten. Die mit Staupe behafteten Hunde zeigten außer 
Fall XIIL XIV, XXIII, was die Zahl der Erythrozyten anbelangte, 
nichts Abnormes. Die beiden Fälle XIII und XIV zeigten ja eine 
geringere Anzahl von roten Blutzellen. Bei XIII erklärt sich das 
wohl aus dem Umstand, daß das betreffende Tier weiblich war, 
für XIV weiß ich allerdings keine Erklärung. Fall XXII wird 
weiter unten besprochen werden. Dagegen zeigte sich die Zahl 
der Leukozyten verändert. Es bestand meistens eine Vermehrung 
derselben. Ausgenommen sind hier Fall XIIT und XVI. Fall XII 
stellte eine. sehr leichte Erkrankung dar. In Fall XVI trat des- 
halb wohl keine Hyperleukozytose ein, weil das Tier sehr krank 
war und der geschwächte Organismus nicht mehr imstande war, 
den Kampf gegen die eingedrungenen Schädlichkeiten aufzunehmen, 
Der Patient wurde nachher als unheilbar vergiftet. In den anderen 
Fällen von Staupe war entweder der Verdauungsapparat erkrankt 
oder es bestand eine Lungenentzündung; hier war die Zahl der 
weißen Blutkörper mehr oder weniger in die Höhe gegangen, der 
niedrigste Wert betrug 13400 weiße Blutkörper, der höchste 
34300, im letzten Falle bestand hohes Fieber,. es war der Magen 
und Darm Kkrankhaft verändert, außerdem bestand eine beider- 
seitige Lungenentzündung. 
Außer dem Anwachsen der Leukozyten war eine Änderung 
im Verhältnis der einzelnen Arten zueinander zu verzeichnen, und 
zwar war die Zahl der neutrophilen Leukozyten immer mehr oder 
weniger in die Höhe gegangen, die der Lymphozyten war dem- 
entsprechend niedriger geworden, eosinophile Leukozyten waren 
nur in ganz leichten Krankheitsfällen nachzuweisen. In Fall XVII, 
wo es sich um einen Tumor in der Bauchhöhle, Nephritis und einen 
Bruch des Schweifes handelte, war auch eine Hyperleukozytose 
zu verzeichnen; es bewegten sich aber die Zahlen der einzelnen 
Leukozytenarten in ziemlich normalen Grenzen, auch wurden 
sosinophile Leukozyten bemerkt. 
Fall XIX stellte einen Fall von Stuttgarter Hundeseuche. dar. 
Auch hier wurde eine bedeutende Vermehrung der weißen Blut- 
körper mit erhöhter Anzahl der neutrophilen Leukozyten, Abnahme 
ler Lymphozyten und Fehlen der Eosinophilen nachgewiesen. 
Bei Fall XX, wo es sich um ausgebreitete Sarcoptesräude und 
eine leichte Enteritis handelte, war die Zahl der Leukozyten leicht 
angestiegen, auffällig war die hohe Zahl der Eosinophilen, dieselbe 
ging bis zu 10,8 Proz.
	        
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