Full text: Zur pathologischen Anatomie des Stuteneierstockes

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folgt eine Schicht, die fast nur aus Gefäßen und wenig Keimlagersubstanz besteht. 
Die direkt der Serosa anliegende Keimlagersubstanz ist dieser parallel angeordnet, 
Auch mikroskopisch geht die Keimplatte unmerklich in die Serosa über, die 
ursprüngliche Grenze ist nur an dem weiten Vordingen von Pigmentzellen zwischen 
Keimplatte und Serosa zu erkennen. Die, Keimlagerzellen sind kleiner, gelbbraun 
pigmentiert und in ihrer Zahl vermindert. In ihrer Umgebung liegt sehr viel von 
zerfallenen Zellen herrührendes Pigment. 
9. Eierstöcke einer zweijährigen Stute: Der linke Eierstock wiegt 17 g, ist 
44 mm lang, 30 mm hoch und 19 mm breit. Seine Gestalt ist bohnenförmig, an 
den konvexen Rand tritt das Gekröse mit den Gefäßen. Die Einziehung auf der 
konkaven Fläche ist trichterförmig und wird von der Keimplatte gebildet, liegt 
aber etwas zur lateralen Seite gelagert. Die Schnittfläche sieht gleichmäßig weiß 
aus und zeigt eine feine radiäre Streifung von der Keimplattengrube zur Peripherie. 
Das der Serosa anliegende Gewebe zeigt in einer Breite von 3 mm eine hellbraune 
Färbung. Die Peripherie enthält hanfkorn- bis erbsengroße Hohlräume und zahl- 
reiche Gefäße. Der rechte Eierstock ist pathologisch verändert und daher hier 
nicht zur Besprechung geeignet, 
Mikroskopisch besteht der ganze Eierstock aus einer bindegewebigen Grund- 
substanz; dieselbe bildet an der Keimplattengrube sehr feste Lagen, die der Ober- 
fNäche parallel verlaufen und keine größeren Gefäße enthalten. Senkrecht hierzu 
streben dann Bindegewebszüge radiär zur Peripherie des EKierstockes. In dieses 
Stroma ist das eigentliche Parenchym eingebettet, und zwar derart, daß die 
Primordialeier und kleinsten Follikel am nächsten der Keimgrube sich befinden, 
die größeren und reifen Follikel aber mehr der Peripherie zu liegen, bzw. den 
ganzen Raum zwischen Peripherie und Keimgrube einnehmen, Außerdem findet 
man in dieser Zone in gleicher Richtung angeordnete, geschlängelte Gefäße und 
sehr spärlich Keimlagerzellen oder deren Residuen. Unter der Serosa liegen einige 
dieser parallelen Bindegewebszüge, die große Gefäße enthalten und verhältnis- 
mäßig reich an Keimlagerzellen sind, wodurch dieser Teil schon dem unbewaflneten 
Auge hellbraun erscheint. Auf der Keimplattengrube ließ sich kein Epithel nach- 
weisen. 
10. Eierstöcke einer an Brustseuche verstorbenen dreijährigen Stute: Der 
linke Eierstock wiegt 24 g, ist 55 mm lang, 40 mm hoch und 17 mm breit. Seine 
Gestalt ist bohnenförmig. Der Durchschnitt ist weiß und nur an der Peripherie in 
ganz geringem Grade hellbraun. Von der Keimgrube aus ist das Gewebe radiär 
zur Peripherie gestreift. An der Peripherie liegen 5 etwa haselnußgroße Hohl- 
räume und zahlreiche Gefäße, außerdem zwei gelbe Körper, von denen deutliche 
Züge zur Keimgrube gehen, die den Weg darstellen, auf dem sich der betreffende 
Follikel zur Keimgrube geöffnet hat, 
Der rechte Eierstock zeigt dieselben Verhältnisse. Er wiegt Z4 g, ist 56 mm 
lang, 35 mm hoch und 18 mm breit. Seine Peripherie enthält einen gelben Körper, 
3 haselnußgroße und 7 stecknadelkopfgroße Hohlräume. Bei seitlichem Druck 
springt aus den kleineren Hohlräumen der von einer zarten Haut umgebene Inhalt 
heraus, Man hat dann kleine Bläschen, die mit einer hellgelben wässerigen Flüssig- 
keit prall gefüllt sind; die Wandung besteht aus der Membrana granulosa. In der
	        
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