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12. Der linke Eierstock enthält 7 Hohlräume von etwa 1 cm Durchmesser,
die mit einer gelblich-serösen Flüssigkeit angefüllt sind, und einen gelben Körper.
Beim Anstechen eines Ilohlraumes entleert sich mit der Flüssigkeit flockenartig
ein feines Häutchen, daß sich mikroskopisch als die zusammengefallene Epithel-
schicht erweist. Die Wand der Hohlräume besteht aus der Theca externa und der
hyalin veränderten interna. Der rechte Eierstock enthält 4 der genannten Hohl-
räume. Außerdem sind in jedem Eierstock normale Follikel vorhanden.
Beiderseits besteht follikuläre kleinzystische Degeneration.
13. Eierstöcke einer 7jährigen, infolge einer Fraktur des Hinterhauptsbeines
verstorbenen Stute: Der linke Eierstock hat eine unregelmäßige Gestalt und ist
durch zahlreiche Hohlräume auf der Oberfläche höckerig; er wiegt 89 g, ist 73 mm
lang, 60 mm hoch und 33 mm breit. Auf seiner Oberfläche besitzt er einige zottige
Filamente (Perioophoritis villosa). Auf dem Durchschnitt tritt die bekannte
Streifung zu Tage; an der Peripherie liegen 7 kirsch- bis walnußgroße Hohlräume
und 5 kleinere. Die Wand der Hohlräume ist stark vaskularisiert. Aus mehreren
kleineren entleert sich mit der hellgelben serösen Flüssigkeit das schon beschriebene
Häutchen, Außerdem findet sich ein Corpus luteum mittleren Alters, das mit einem
zungenförmigen Fortsatz aus der Ovulationsgrube hervorragt, und ein braun-
pigmentiertes halskrausenartig gewundenes Band, das ein helleres Zentrum umgibt
(Corpus fibrosum). Der rechte Eierstock zeigt etwa dieselben Verhältnisse; er
wiegt 111 g, ist 18 mm lang, 65 mm hoch, 35 mm breit und enthält 9 kirschgroße
Hohlräume.
Mikroskopisch stellen sich einige Hohlräume als Graafsche Follikel dar. Die
größeren fast sämtlich als Follikularzysten. In den kleineren findet sich noch das
Epithel als zusammengefallenes Häutchen, in den größeren ist es meist gar nicht
zu finden oder es sind nur kleine Reste vorhanden, die sich schlecht färben (ge-
quollene und zusammengeflossene Zellen). Die Theca interna enthält bei den
Zysten stets hyaline Einlagerungen,
Beiderseits besteht follikuläre kleinzystische Degeneration.
14. HEierstöcke einer wegen Rotzverdachtes getöteten 7 jährigen Stute: Der
linke Eierstock hat eine brommbeerartigo Gestalt, hervorgerufen durch 10 kirsch-
bis walnußgroße Hohlräume; er ist 75 mm lang, 60 mm hoch, 45 mm breit und
wiegt 86 g. Neben den großen Zysten finden sich noch zahlreiche kleine und ein
gelber Körper (20 : 15 mm).
Der rechte Eierstock hat eine bohnenförmige Gestalt und weist 9 bohnen-
bis kirschgroße Zysten sowie einen gelben Körper (5: 10 mm) auf, Die Maße des
Eierstockes sind 68:50:30; das Gewicht beträgt 55 g. Der mikroskopische Befund
ist derselbe wie im vorhergehenden Fall.
15. Eierstöcke einer 8 jährigen, an Bauchfellentzündung verstorbenen Stute:
Die Gestalt des linken Eierstockes ist dadurch verändert, daß er an seinem vorderen
Ende eine taubeneigroße Zyste besitzt. Außer dieser finden sich noch einige
erbsengroße und mehrere reiskorngroße Hohlräume, sowie ein 30 mm langer spalt-
förmiger Hohlraum, der sich mikroskopisch als Corpus luteum-Zystchen darstellt.
Der Eierstock ist 63 mm lang, 50 mm hoch, 45 mm breit und wiegt 73 g,