Full text: Zur pathologischen Anatomie des Stuteneierstockes

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Links findet sich ein gelber Körper (30 : 12), der noch mit der Ovulations- 
grube in Verbindung steht; desgleichen etwa 12 stecknadelkopf- bis bohnengroße 
Hohlräume mit gelbem gallertartigem oder wässerigem Inhalt. Rechts liegt ein 
gelber Körper (30 : 20), der ebenfalls noch mit der Ovulationsgrube in Verbindung 
steht, sowie 10 stecknadelkopf- bis erbsengroße Hohlräume. 
Die Hohlräume erweisen sich bei der mikroskopischen Untersuchung teils 
als Graafsche Follikel, teils als Follikelzysten mit den schon früher beschriebenen 
Merkmalen (hyaline Theca interna, fehlendes oder verändertes Epithel). Deı 
Inhalt ist teils homogen, teils faserig oder netzartig, teils körnig geronnen. 
Bemerkenswert ist, daß im vorliegenden Falle keine einzige Zyste 
die Größe einer Kirsche erreichte. Eine Zyste zeigte auf dem Schnitt 
eine sichelförmige Gestalt, die durch den Druck eines benachbarten 
Graafschen Follikels bewirkt wurde. 
19. Eierstöcke einer 9jährigen an Septikämie verstorbenen Stute: 
Linker Eierstock Rechter Eierstock 
Länge 70 mm 65 mm 
Höhe . 4 ö7T 
Breite 10.020382 34 
Gewicht. . . . 77 g 22 
Gestalt „ . bohnenförmig unregelmäßig. 
Beide Eierstöcke enthalten zahlreiche bis erbsengroße Hohlräume und braune 
Corpora fibrosa; im rechten Eierstock befindet sich ein mit blutiger Flüssigkeit ge- 
füllter Hohlraum (Follikelzyste), im linken ein gelber Körper. Auf den Ovulations- 
gruben sind alte Narben bemerkbar. 
Der Befund deckt sich im wesentlichen mit dem im Falle 18. 
Bei zwei benachbarten, mit einer hyalinen Tunica interna ausgestatteten 
Zysten ist die Wand an einer Stelle geschwunden, so daß beide Räume 
miteinander kommunizieren. 
20. Eierstöcke einer 9jährigen an Verstopfungskolik verendeten Stute: 
Linker Eierstock Rechter Eierstock 
Länge 65 mm 58 mm 
Höhe , 48 63 
Breite . 2... 29 30 
Gewicht . . . . 554g 65 g 
Gestalt . . bohnenförmig herzförmig. 
Der linke Eierstock enthält zwei kirschgroße Hohlräume mit heilgelbem klarem 
Inhalt; der Wand liegt ein feines Häutchen an, das stellenweise losgelöst ist. 
Das Häutchen stellt die Membrana granulosa dar, deren Epithelien geschrumpft 
sind, sich blaß färben und dunkle Körner (Kerntrümmer) zwischen sich haben, 
Der rechte Eierstock zeigt ein Corpus haemorrhagicum (45 : 35), das sich 
noch auf der Ovulationsgrube öffnet, drei kirschgroße Hohlräume und zahlreiche 
kleinere von den ‚verschiedensten Größen. 
Beiderseits besteht follikuläre kleinzystische” Degeneration.
	        
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