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Zinksulfat nicht fällbaren und durch Phosphorwolf-
ramsäure fällbaren Anteile des Stickstoffes. Er hat
auch den Mageninhalt auf die Bildung von kristalli-
nischen Verdauungsprodukten hin untersucht und ge-
wann dabei aus demselben eine spärliche Menge Kri-
stallbrei. Bei der mikroskopischen Untersuchung zeig-
te es sich, dass dieser Brei fast ausschliesslich aus
Leucinkugeln bestand, während nur sehr wenige Thy-
rosinnadeln vorhanden waren. Dieser Befund hat eine
physiologische Tragweite natürlich nur für den Fall,
als sich beweisen, lässt, dass die gefundenen kristalli-
nischen Produkte durch die Einwirkung von Pepsin
entstanden, nicht aber schon im Fleisch vorgebildet
waren. Zunz macht aber darauf aufmerksam, dass
die Spuren von Aminosäuren, die er nachweisen konn-
te, bereits in der Nahrung enthalten waren. Er
schliesst sich der Ansicht von Abderhalden an,
wonach bei der Magenverdauung der Proteine beim
Hunde: Aminosäuren nicht in Freiheit gesetzt werden.
Diese Methode der abgebundenen Darmteile hat
nun den Mangel, dass man die Verdauung plötzlich
unterbricht und man nicht die Gewissheit hat, ob nicht
ein noch weiterer Abbau stattgehabt hätte. .
Man schritt deshalb dazu, Fisteln anzulegen.
Zweifellos trägt diese Methode den natürlichen Ver-
hältnissen am meisten Rechnung. Solche Fistelhund-
versuche wurden mehrfach von E. Abderhalden
und seinen Mitarbeitern unternommen. In der Zeit-
schrift für physiologische Chemie finden wir die Be-
schreibung und die Resultate der Versuche unter dem
Titel „Studien über die normale. Verdauung der Ei-