Form von Baryumsulfat bei normalem gehackten Pferde-
fleisch 0,110 g, bei dem äußerlich nicht veränderten
Fleisch einer tuberkulösen Kuh dagegen 0,187 g; dies
war das Resultat der achttägigen Versuche, das durch
die dreitägigen bestätigt wurde.
In einer dritten Versuchsreihe verfüttert Kutscher
an einen Hund — denselben, der zu den vorhergehenden
Versuchen verwandt wurde — vier Tage lang je 150 g
normales gesundes Hackfleisch vom Rind und 350g
gehackte gesunde Rinderlunge. Dann folgt eine drei-
tägige Pause, nach welcher derselbe Hund vier Tage
lang täglich mit 150 g normalem gehackten Rindfleisch
und 350 g gehakter, von zahlreichen Tuberkeln durch-
setzter Rinderlunge gefüttert wurde. Das Ergebnis dieser
sehr interessanten Versuchsreihe bestätigte die Resultate
der früheren: während bei der Fütterung mit gesunder
Lunge der Durchschnitt der täglich ausgeschiedenen
Ätherschwefelsäuren 0,1308 g betrug, stieg dieser Wert
bei Verfütterung von tuberkulöser Lunge auf 0,1779 g.
Die Gesamtmenge der ausgeschiedenen Sulfatschwefel-
säuren ‘dagegen blieb auch in dieser Versuchsperiode
annähernd konstant; bei Fütterung mit gesunder Lunge
betrug sie 34,253, mit tuberkulöser Lunge 34,822 g.
Im Gegensatz zu dem vermehrten Gehalt des Harns
an Ätherschwefelsäuren ließ sich bei der regelmäßigen
Untersuchung der Faeces auf Phenol, Indol und Scatol
eine Zunahme dieser Stoffe während der Fütterung
mit tuberkulösem Material nicht erkennen; allerdings
liegt diesem Resultat nur die Beurteilung der qualitativen
Reaktionen nach der Methode von Hoppe-Seyler zu-
yrunde.
Kutscher kommt auf Grund der unzweideutigen
Zahlenergebnisse zu dem Schluß:
„Sowohl die tuberkulös veränderten Organteile wie
auch das scheinbar noch nicht veränderte Muskelfleisch
Schm. +