Full text: Über die chemische Zusammensetzung minderwertigen Schlachtfleisches

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100° C. ausgesetzt und bis zur Konstanz getrocknet, 
was 40—60 Stunden währte. Es wurde absichtlich das 
Fleisch nicht erst lufttrocken gemacht und darauf ein 
aliquoter Teil bis zur Konstanz getrocknet; denn bei 
Anwendung dieser Methode dürften mehr Möglichkeiten 
zu unvermeidlichen Fehlerquellen vorliegen als bei der 
einfachen Trocknung. 
Von diesem bis zur Konstanz getrockneten Fleisch 
wurden etwa 1—2 g in einem kleineren ausgeglühten 
Porzellantiegel mit Deckel über kleiner Bunsenflamme 
verascht, bis Konstanz des Gewichtes eingetreten war. 
Zur Fettbestimmung wurde von der frischen Sub- 
stanz ausgegangen. Etwa 20—25 g des Fleischbreies 
wurden zunächst ebenso behandelt wie das zur Trocken- 
rückstandbestimmung verwandte Fleisch; jedoch blieben 
die für die Ätherextraktion bestimmten Fleischportionen 
nur ca. 24 Stunden im Trockenschrank. Das so ge- 
trocknete Fleisch wurde in einem Porzellanmörser vor- 
sichtig zerrieben und in eine Extraktionshülse von 
Schleicher und Schüll gebracht. Die in dem Por- 
zellantiegel noch haften gebliebenen Reste von trockenem 
Fleisch und Fett wurden mit entfetteter und mit Äther 
getränkter Watte aufgenommen, und die einzelnen Watte- 
bausche gleichfalls in die Extraktionshülse gebracht. 
Das Fleisch wurde nun 12—20 Stunden nach Soxhlet 
mit Äther extrahiert; nach ca. 7 Stunden wurde das 
Fleisch wieder herausgenommen und in einem Mörser 
abermals zerrieben, um dann als feines Pulver noch 
ca. 12 Stunden extrahiert zu werden. Das in den Äther- 
extraktionskolben aufgefangene Ätherextrakt wurde, nach- 
dem der Äther verdunstet war, in einem Trockenschrank 
bei 95—-100° C. 3—4 Stunden lang getrocknet, um die 
Möglichkeit auszuschließen, daß bei dem nun folgenden 
Abwägen Wasser als Fett mitgewogen werde; denn der 
in Verwendung kommende Äther enthält, namentlich
	        
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