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nach einigem Stehen, in Betracht kommende Mengen
von Wasser, und die Differenz bei den Extraktionskolben
vor und nach der Trocknung lag bereits in der zweiten
Dezimalstelle.
Auch zur Bestimmung des N-Gehaltes nahm ich
als Ausgangsmaterial das frische Fleisch. Die Stick-
stoffmenge wurde nach Kjeldahl ermittelt. Titriert
wurde mit !/; N.-Säure und -Lauge. Als Indikator wurde
Lackmoid-Malachitgrün benutzt.
Nach diesen Methoden untersuchte ich zunächst
möglichst mageres normales Fleisch, und zwar solches
von Rinderkeulen. Die Durchschnittswerte waren fol-
gende:
Wasser . . . . 76,17 Proz. (76,41)
Eiweißstoffe , . . 21,44
Ätherlösl. Stoffe‘. 1,18
Asche . .. .
100,00 Proz.
Die Zahl für das Wasser wurde durch Subtraktion
der Summe der übrigen Stoffe von 100 gefunden; die
in Klammer danebenstehende Ziffer gibt die bei der
Trocknung gefundene Zahl an.
Über die Zahl, mit der der für N gefundene Wert
zu multiplizieren ist, um die Zahl für Eiweiß zu erhalten,
habe ich verschiedene Angaben gefunden. Überein-
stimmende Resultate haben sich nach der Arbeit „Kalo-
rimetrische Untersuchungen“ von Rubner (Zeitschrift
für Biologie, Band XXI) betreffs des Gehaltes an Stick-
stoff ergeben. Bezogen auf trockenes, fettfreies Fleisch
bestanden 100 Teile aus:
70,12 Tl. Syntonin, Myosin, leimgebendem Gewebe,
8,57 Tl. Hämoglobin + Serumalbumin,
3,13 Tl. Muskelalbumin,
12,68 TI. (Extraktivstoffe [organ. Bestandteile]),