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und für N erhielt Rubner in Übereinstimmung mit den
meisten anderen Autoren die Zahl 15,4.
100 TI. trockenes, fettfreies Fleisch enthalten dem-
nach 15,4 TIL. N und 94,5 Tl. Eiweiß + Extraktiv-
stoffe, also 1 N und 6,13 „Eiweiß“, Hierbei ist jedoch
zu bedenken, daß in der Zahl 15,4 auch der Stickstoff
der Nukleinbasen, ferner von Kreatin und Kreatinin
mit inbegriffen ist. J. König gibt in seinem umfang-
reichen Werke „Chemie der menschlichen Nahrungs-
und Genußmittel“ für Muskelfleisch die Zahl 6,25 als
Quotient von Eiweiß und Stickstoff an. Meinen Zahlen-
werten liegt die Königsche Angabe zugrunde. Die
Prozentzahl für KEiweißstoffe wurde demnach durch
Multiplikation der N-Zahl mit 6,25 (nach König) ge-
fanden.
Nun untersuchte ich zunächst das Fleisch von tuber-
kulösen Rindern. Es dürfte von Interesse sein, einiges
über die Häufigkeit des Vorkommens der Tuberkulose
unter den Rindern voranzuschicken.
Von 1883 — 1898 ist die Zahl der tuberkulösen
Rinder von 178,8 °/% (1884—1885) auf ein Maximum
von 208,3 der geschlachteten Tiere gestiegen, d. h.
über ', der vor der Schlachtung für gesund gehaltenen
Tiere ist tuberkulös.
Von den Schweinen dagegen waren in den 15 Jahren
nur 20,8 %/o tuberkulös (Villaret).
In Schwerin stieg unter den geschlachteten Rindern
der Prozentsatz von Tuberkulose in den Jahren 1886
bis 1889 von 10,7 auf 12,35 Proz., 1890—1893 von
15,69 auf 26,6 Proz. und im ersten Halbjahre von 1894
auf 35 Proz. (Wilbrandt).
In Berlin betrug der Prozentsatz an tuberkulösen
Rindern im Jahre 1889/90 nur 4,7 Proz. der geschlach-
teten Rinder, eine Zahl, die jetzt über viermal so hoch
geworden ist.