Full text: Fabeln und Erzählungen. Th. 2 (9/10)

Erzählungen. 
uy 
Ältest. 
Alecst, tcn mancher Kummer drükte, 
Der, weil er sich nicht zu dem Laster schikte, 
Noch sich vor reichen Thoren bükte, 
Bey Fleiß und Kunst sich elend sah, 
Stund neulich traurig auf. Freund, geht dir dies nicht- 
Daß viele Kluge darben müssen, 
Blos weil sie mehr, als andre, missen, 
Und zu Betrug und List zu blind, 
Zu groß zu Pralerey und Wind, 
Nicht knechtisch gnug zu Schmeichlern sind r 
O Freuud, bedaure doch Aleesten, 
Ihn , den izt schwere Sorgen preßten; 
Ihn,der von einem Buch beschämt zum andern schlich, 
Und doch dem Kummer nicht entwich ; 
Ihn, der sich laut durch manchen Trostgrund lehrte, 
Und doch sein Herz viel lauter seufzen hörte; 
Der herzhaft zu sich selber sprach: 
Gott lebt, Gott herrscht, und hört dein Ach; 
Lr hört, so groß er ist, der jungen Raben Flehen;
	        
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