Deutlichkeit erschauten Akten und Szenen an Leben,
Bewegung, Farbe und Klang heraus! Im abenteuer-
seligen Gange des Stückes verschwindet die Bühne:
unter weitem und freiem Himmel sehen wir die
Sonne über Bergen, Wäldern, Strömen, Feldern,
Burgen und Städten auf- und untergehen. Festlicher
Glanz des Sommertages wechselt mit regenrau-
schender, stürmender Finsternis. Wir hören Rosse-
wiehern, Hufschläge, das Klirren von Harnischen
und das Pinkepank auf dem Amboß des Waffen-
schmieds. Wir treten durch hohe Tore in Burghöfe
ein, in Festsäle, Herbergen und Ställe oder zu armen
Köhlern im Hochgebirge. Wölfe heulen, Windlich-
ter flackern. Wir bekommen etwas zu spüren von
Fehde, Faustrecht und Frauenraub. Und schließlich
wird mit Feuergeschrei, Krachen und Qualm ein gro-
Ber Schloßbrand in Gang gebracht. Und welch ein
Bild, wie sich dieser achilleische Wetter vom Strahl
in der niederen Werkstatt des Theobald Friedeborn
den Harnisch flicken läßt, und die Tochter des Waf-
fenschmieds, vom Strahle dieses himmlischen Don-
nerwetterkerls wie vom Blitze getroffen, von Stund
an ihm verfallen ist! Und wo gibt es etwas Holderes,
als dieses von Eros hörig gemachte, schlichte Kind,
Fr
D