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letztem bestanden aber lange mir in einem Satyrnchor,
der den Reigen um den Altar führte, nnd zwischen
dessen Tänzen der Vorsänger eine Bakchoshymne, Di-
thyrambos genannt, absang, dessen Inhalt eine
kleine Mythe war, der vom Chor unterstützt, anch
vielleicht mit improvisirten Reden unterbrochen und
von Gebärdenspiel begleitet wurde. Sein Sylbenmaß
war eine Tanzuielodie, nnd phrygische, wilde Musik
begleitete den Gesang. In den Städten bildete
sich indessen diese Feier bald weiter ans, und
der von der Volkssage gefeierte Sänger Arion aus
Methyinna dichtete in Körinth schon Dithyramben
unter besonderem Namen, je nach verschiedenem In
halt, Tonart und Ansführnng, nnd führte ein Zwi
schenspiel von redenden Satyrn ein. Die eigentliche
Satyrsinaske aber scheint ans seinem Spiele ver
schwunden zu seyn, nnd anch der Dithyramb in
Athen legte sie ab, obgleich er den Namen Tragoe-
die (Bocksgesang, was verschiedentlich erklärt wird),
den er von Alters her gehabt zu haben scheint, fort
führte. Schon frühe fanden unter den Lyrikern mit
diesen Chören Wettkämpfe statt, nnd Simonides
erwähnt schon 56 Siege, die er als Chormcister mit
50 Männern erworben) Sehr geschätzt waren im Al
terthum namentlich anch Pindars Dithyramben.
Die entschiedenste Erweiterung erfuhren die Dio
nysosfeste zu Athen durch die Ausdehnung des demo
kratischen Bestandtheils in der athenischen Verfassung
um die Zeit des Peisistratos (vor Chr. 560—528).
Dieser Gewaltherrscher stand an der Spitze des Volks