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Eis eingebettet. Das reichliche Entweichen von Salz-
säuredämpfen zeigte die Beendigung des Prozesses an.
Da sich bei der Veresterung stets Wasser bildet, so
wurde erst bis zur Syrupkonsistenz im Vakuum ein-
geengt, bevor durch Uebergiessen von absolutem Al-
kohol und erneutem Einleiten von gasförmiger Salz-
säure die Veresterung noch ein- oder zweimal wie-
derholt wurde.
Jetzt wurden die Ester in Freiheit gesetzt. Zu-
nächst wurde der syrupöse Rückstand in ca. 1% Sei-
nes Volumens Wasser gelöst. Diese Lösung wurde
in einer , Kältemischung gut abgekühlt und dann. Ae-
‘her darauf gegossen. Nun wurde mit gekühlter Na-
iıronlauge neutralisiert und es wurden gleichzeitig die
Ester mit Kaliumkarbonat ausgesalzen. Dieser Pro-
zess wurde unter andauerndem kräftigem Umschütteln
mit gleichzeitiger guter Kühlung ausgeführt. Der Ae-
ther wurde von Zeit zu Zeit erneuert, und zwar
wurde solange Aether zugegossen, bis das Salz eine
homogene, feinbröckelige Masse darstellte und der
Aether klar und ungefärbt blieb. Der abgegossene
Aether enthält die freien Ester der Aminosäure. Nach-
dem ich nun die Menge dieses Aethers im Messkol-
ben gemessen hatte, bestimmte ich darin 4 mal in je
20 ccm nach Kjeldahl den Stickstoffgehalt, um den
Gesamtstickstoffgehalt zu berechnen. Dann goss ich
zu dem Aether ungefähr 200 ccm verdünnte Salzsäu-
re, um die salzsauren Ester der Aminosäuren zu ge-
winnen. Den Aether destillierte ich nun im Vakuum
bei 40° des Wasserbades wieder ab und verdampfte
die Salzsäure im Porzellanschälchen auf dem Wasser